Der Essener Energiekonzern hat am Dienstag seinen Geschäftsbericht veröffentlicht und erneut schrumpfende Gewinne offenbart.

Das betriebliche Ergebnis sank 2014 demnach um ein Viertel auf rund vier Milliarden Euro. RWE-Chef Peter Terium erwartet im laufenden Jahr einen weiteren Rückgang auf 3,6 bis 3,9 Milliarden Euro.

„In der konventionellen Stromerzeugung verschlechtern sich die Rahmenbedingungen schneller, als wir gegensteuern können“, schrieb Terium im RWE-Geschäftsbericht.

In nicht allzu ferner Zukunft drohe der Kraftwerkstochter RWE Generation ein betrieblicher Verlust aufgrund gesunkener Strom-Großhandelspreise, sagte Terium. 

Terium will dagegen ansteuern und bis 2017 die Kosten gegenüber 2012 um zwei Milliarden Euro senken. Das wären laut Reuters 500 Millionen Euro mehr als zuletzt geplant.

Das Ergebnis der RWE-Tochter fiel 2014 um 30 Prozent auf knapp eine Milliarde Euro.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel 2014 um zehn Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Der Gewinn im abgelaufenen Jahr betrug unter dem Strich 1,7 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte RWE nach hohen Abschreibungen auf die Kraftwerke einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro verbuchen müssen.

Die Dividende soll unangetastet wie im Jahr zuvor bei einem Euro je Aktie liegen.

Der Konzern hofft in diesem Jahr auf Erlöse von 5,1 Milliarden Euro durch den Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea.

Den Geschäftsbericht können Sie hier als PDF einsehen.

Auch im RWE-eigenen Handelssaal wird die Entwicklung der Stromhandelspreise zunehmend kritisch verfolgt. (RWE)