Erneuerbare Energien
24.05.2013

Google setzt auf fliegende Windturbinen

Foto: Makani Power

Google hat das kalifornische Start-up Makani Power übernommen. Der Internetgigant will mit Hilfe von Drohnen Windenergie erzeugen.

Die Übernahme von Makani Power passt zur Strategie von Google, das den ausufernden Stromverbrauch seiner Rechenzentren mit grüner Energie decken will. Google hat bereits zahlreiche Windparks für mehrere hundert Millionen US-Dollar gekauft. Mit Makani Power investiert das Unternehmen nun auch in Erzeugungstechnik.

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Die Idee der Schmiede ist einfach: Makani lässt bei guten Windverhältnissen eine Drohne in die Luft steigen. Diese kreist in der Art, wie sich Rotoren von fest installierten Turbinen drehen. Der Wind bewegt dabei die Propeller, die jeweils Generatoren antreiben, die wiederum Strom produzieren. Über eine Kabelverbindung gelangt der Strom ins Netz. Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen spart das bewegliche System Material und Installationskosten. Ein weiterer Vorteil: In größeren Höhen, die mit der Drohne erreichbar sind, herrschen stabile Windverhältnisse. Ein erster Test vor 14 Tagen lief erfolgreich (siehe Video). 

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Google-Chef Larry Page ist von der Idee überzeugt. Das Unternehmen hat seit 2006 bereits 15 Millionen US-Dollar in Makani Power investiert und sich nun zu einer vollständigen Übernahmen entschlossen. Über den Kaufpreis machte Google keine Angaben. Der Deal läuft offiziell über Google X, die Techniksparte des Konzerns. Makani Power habe den Weg für einen komplett neuen Ansatz in der Windenergie ohne den Einsatz von hunderten Tonnen Stahl und großen Flächen geebnet, teilte Google X über den US-Technologie-Blog Techcrunch mit. In den Google-Laboren soll das Konzept nun den finalen Schliff bekommen.

Ein ähnliches Konzept wie Makani Power verfolgt in Deutschland die Firma NTS. Statt auf eine Drohne setzt sie auf einen Drachen, der über seine Bewegung in der Luft am Boden ein Schienenfahrzeug im Kreis bewegt und so Strom erzeugt.

Apple setzt auf feste Windturbinen

Neben Google arbeitet auch der IT-Riese Apple an einer sauberen Energieversorgung. Das Unternehmen sicherte sich im vergangenen Jahr das Patent für eine Windturbine mit integriertem Energiespeicher.

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Google | Windenergie | Makani Power
Ressorts:
Technology

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