Klimascutz
29.01.2016

Grönland fühlt sich vom Pariser Klimaabkommen überfordert

foto: flikr/Rita Willaert

Obwohl die größte Insel der Erde stark unter den Folgen des Klimawandels leidet, will die Regierung den Pariser Klimavertrag nicht unterschreiben.

 

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Allein kann Grönland die im Dezember von der internationalen Staatengemeinschaft verabschiedeten Klimaschutzziele nicht erreichen. Eine Reduzierung der Treibhausgase sei im Falle seiner Unabhängigkeit von Dänemark nicht möglich, zitiert der Londoner Guardian Grönlands Außenminister Vittus Qujaukitsoq.

„Die wirtschaftliche Situation lässt uns keine andere Wahl als weiterhin Kohle- und Öl zu fördern“, sagte Qujaukitsoq am Rande eines Treffens der arktischen Staaten im norwegischen Tromsø.

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Die sich selbstverwaltende Insel ist offizieller Landesteil von Dänemark. Das Land ist auf regelmäßige Unterstützung der Regierung in Kopenhagen angewiesen und kassiert laut Guardian jährlich eine Milliarde US-Dollar. Dennoch strebt Grönland nach Unabhängigkeit. Die Wirtschaft der größten Insel der Erde fußt vorwiegend auf der Öl- und Kohleförderung.

„Wenn wir das Abkommen unterzeichnen, wird uns das Hunderte Millionen US-Dollar kosten“, prognostiziert Grönlands Vize-Außenminister Kai Holst Andersen. Dann könne das Land mit seinen 60.000 Einwohnern niemals von Dänemark unabhängig werden.

Anders als Dänemark ist Grönland nicht Mitglied der UN-Klimarahmenkonvention. Deshalb wird die ablehnende Haltung der grönländischen Regierung das Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens nicht gefährden. Das Abkommen tritt in Kraft, sobald 55 Staaten mit insgesamt mehr als 55 Prozent der globalen Emissionen unterzeichnet haben. Für April ist eine entsprechende Zeremonie in New York geplant.

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Redaktion
Keywords:
Grönland | Klimaabkommen | Paris | Dänemark | Emissionen | Öl | Gas
Ressorts:
Governance

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