Greenpeace hat einen neuen Cloud-Computing-Bericht, „Clicking Clean“, über die Energieeffizienz von Internet-Konzernen vorgelegt. Die Umweltorganisation lobt dabei Konzerne wie Apple, Google oder Facebook. Diese hätten sich zu dem Ziel verpflichtet, ihre Rechenzentren künftig zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Dabei hat Apple laut Bericht dieses Ziel sogar schon erreicht, Google und Facebook haben immerhin einen Erneuerbaren-Anteil von fast 50 Prozent. 

Die Studienautoren betrachteten auch die Energie-Transparenz der Unternehmen. „Eine Reihe von führenden Marken, allen voran Apple und Facebook, haben [...] das frühere Dogma in der Branche verworfen, wonach Energiedaten aus Wettbewerbsgründen nicht publiziert werden“, heißt es in dem Bericht. Amazon gehöre hingegen weiterhin zu den umweltschädlichsten und intransparentesten Unternehmen seiner Branche. Ebenso wie Twitter mit einem Erneuerbaren-Anteil von nur 21 Prozent betreibe auch Amazon (15 Prozent Erneuerbaren-Anteil) seine Infrastruktur immer noch mit umweltbelastender Energie aus Kohle und Atomkraft. 

„Wäre das Internet ein Land, so hätte es den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch“, sagt Greenpeace Elektronikexpertin Claudia Sprinz. Für Energieversorger seien Rechenzentren beliebte Kunden, da sie nonstop Strom benötigen. „Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob diese enorme Mengen Strom mit Kohle- oder Atomkraftwerken oder durch erneuerbare Energie produziert werden.“ Apple, Facebook und Google hätten dabei bereits die Vorteile erneuerbarer Energien erkannt, denn diese sind langfristig gesehen nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch viel günstiger. 

 
(Apple)