Internationale Presseschau
16.05.2013

Griechenland privatisiert maroden Energiesektor

PPC
Fast 40 Prozent des Strom gewinnt der griechische Energieversorger aus der Kohlekraft.

Nach Jahren des Stillstands kommt in die griechischen Privatisierungspläne Bewegung. Auf internationalen Druck hin will der Krisenstaat 30 Prozent des staatlichen Energieversorgers PPC verkaufen.

Die Privatisierungspläne für den Energiesektor lagen bereits seit Jahren in der Schublade, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Nun haben die internationalen Kreditgeber den Druck auf die griechische Regierung erhöht und fordern konkrete Fortschritte. Diese sind eine Bedingung für frisches Geld aus dem 240-Milliarden-Euro-Rettungspaket der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds. 

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Athen hat nun Details zum Verkauf von Anteilen am heimischen Energieversorger PPC veröffentlicht. Rund ein Drittel der PPC-Erzeugungskapazitäten, insgesamt 12,5 Gigawatt, möchte der griechische Staat innerhalb von zwei Jahren an private Unternehmen abtreten, auch um den Wettbewerb im Energiesektor zu stärken. Laut vorläufigen Plänen möchte der Staat unter anderem Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt sowie Gas- und Wasserkraftwerke mit je 0,5 Gigawatt verkaufen. 

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Derzeit hält der griechische Staat 51 Prozent an dem Unternehmen. PPC erzeugt zwei Drittel des griechischen Stroms. 

 

Redaktion
Keywords:
PPC | Griechenland | Kohlekraft | Europäische Union
Ressorts:
Governance | Markets

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