Grünes Investment
08.05.2012

Großbritannien plant neue Ökobank

London Array Limited
Investment in Erneuerbare: Der derzeit gebaute Offshore-Windpark London Array vor der Ostküste Großbritanniens.

Cameron-Regierung will eine grüne Investmentbank mit 3,6 Milliarden Euro Eigenkapital ausstatten. Damit sollen Investitionen in erneuerbare Energien sowie Klima- und Umweltschutz bei den Briten gefördert werden. Sie wollen dabei auch von den Deutschen lernen.

Beim Aufbau einer neuen staatseigenen Förderbank holen sich die Briten Hilfe bei der deutschen KfW Bank. „Als Förderbank mit langjähriger Erfahrung im Bereich Klima- und Umweltschutz unterstützen wir gern die Green Investment Bank mit unserer Expertise“, sagt Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter KfW Bankengruppe. Für eine erfolgreiche Arbeit in der Umwelt- und Klimafinanzierung sei die enge bilaterale Vernetzung der nationalen europäischen Förderbanken unerlässlich, betont Schröder.

Anzeige

Anzeige

Sir Adrian Montague, Vorsitzender des Beirates der britischen Öko-Bank, soll die Öko-Bank aufbauen und unterschrieb bereits Mitte April 2012 einen Kooperationsvertrag (Memorandum of Understanding) in Frankfurt mit der KfW. Er arbeitete zuvor unter anderem für die französische Société Genérale, die Investmentsparte der Dresdener Bank und war Chef vom Energiekonzern British Energy, der insgesamt acht Kernkraftwerke betreibt.

Die Regierung in London beschloss bereits im Oktober 2010 die Gründung einer Green Investment Bank, um Öko-Investitionen in Großbritannien voranzutreiben. Die neue Bank wird unter der Federführung des UK-Wirtschaftsministeriums aufgesetzt und soll von der britischen Regierung mit umgerechnet 3,6 Milliarden Euro Eigenkapital ausgestattet werden. Bereits im Wahlkampf hatte der konservative Premier David Cameron versprochen, „die grünste Regierung“ in der Geschichte des Landes zu stellen. Bedingung scheint jedoch, dass die Verschuldung des Landes künftig nicht weiter ansteigt.

Nichtsdestotrotz kommt Cameron die Expertise aus Deutschland gerade recht: Die staatliche KfW ist die drittgrößte Bank in Deutschland und derzeit wirtschaftlich sehr erfolgreich, nur die Deutsche Bank fährt höhere Gewinne ein. Ob Kredite für den Aufbau von Offshore-Wind-Projekten oder Förderung von Dämmmaßnahmen, die Frankfurter Staatsbanker verdienen kräftig mit - und das wollen auch die Briten lernen. KfW-Chef Schröder: „2010 und 2011 waren die besten Jahre in der Geschichte der Bank.“

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Banken und Finanzinvestoren | Erneuerbare Energie | Windenergie
Ressorts:
Finance | Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen