Internationale Presseschau
05.04.2013

Großer Ansturm auf europäische Atomprojekte

depositphotos, Tomas Hajek

Die türkische Regierung dementiert einen Medienbericht, wonach die Entscheidung über den Bau einer neuen Atomanlage zugunsten eines japanisch-französischen Konsortiums gefallen sei. Für einen finnischen Reaktor ist dagegen der russische Spezialist Rosatom im Gespräch.

Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei hatte zuvor berichtet, dass Mitsubishi zusammen mit dem französischen Reaktorspezialisten Areva den Zuschlag für den Bau der 17-Milliarden-Euro-Anlage in der Türkei erhalten hätten. Nach der Verkündigung stieg die Areva-Aktie um acht Prozent. Der türkische Energieminister Taner Yildiz betonte jedoch nun laut Nachrichtenagentur Reuters, es sei bis dato keine Entscheidung zum Bau der Atomanlage getroffen worden.

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In den kommenden zehn Jahren sollen in der Türkei mehrere Reaktoren entstehen. Das Land will sich aus der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten lösen und seinen wachsenden Energiehunger stillen. Dabei steht der Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks mit 4,8 Gigawatt Leistung schon fest. Der russische Spezialist Rosatom wird das Karftwerk ab Mitte 2015 bauen. 

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Auch in Europas Norden könnte sich ein Erfolg für Rosatom abzeichnen. Der Konzern führt seit heute Gespräche über den Bau eines 1,2 Gigawatt Druckwasserreaktors im nordfinnischen Pyhäjoki. Das finnische AKW-Unternehmen Fennovoima verhandelt dabei auch mit den Anbietern Areva, Mitsubishi und Toshiba.

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Daniel Seeger
Keywords:
Atomenergie | Türkei | Finnland | Areva | Mitsubishi | Rosatom
Ressorts:
Markets

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