Atom-Rückstellungen
13.03.2015

Gutachten fordert Transparenz-Offensive

Depositphotos.com

Die Informationen über die von den Energiekonzernen für den Rückbau der Kraftwerke und die Endlagerung vorgesehenen Rückstellungen seien zu undurchsichtig, kritisiert die Kölner Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit.

In ihren Bilanzen weisen die deutschen Energiekonzerne rund 36 Milliarden Euro Rückstellungen für den Meiler-Rückbau und die Endlagerung aus. Ob das Geld jedoch wirklich sicher angelegt sei, bleibe zweifelhaft, zitiert Spiegel Online (SPON) aus bisher unveröffentlichten Gutachten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit in Köln. Der Bund bekomme nur unzureichende Informationen.

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Der Atomausstieg könnte für die Bundesbürger daher noch teuer werden. Juristen warnen in dem Gutachten, dass das Geld im Pleite-Fall „ins haftende Unternehmensvermögen fallen" würde. Letztendlich müsse dann der Bund für die Kosten aufkommen.

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Der Bundesrechnungshof hatte in einer Stellungnahme bereits Ende 2014 vor den nicht kalkulierbaren Kosten des Atom-Rückbaus gewarnt: Bis zur Vorlage einer „verlässlichen Kostenschätzung“ könne niemand sagen, ob die von den Energiekonzernen gebildeten Rückstellungen zu hoch oder zu niedrig seien, heißt es darin. Auch der Rechnungshof zweifelte damals an, ob die Milliardenbeträge im Bedarfsfall verfügbar sind.

Jana Kugoth
Keywords:
Atomkraft | Kernkraft | Rückbau | Endlagersuche
Ressorts:
Governance | Community

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