Biokraftstoffe
09.07.2013

Guter Start für Cropenergies

Der Mannheimer Biokraftstoffproduzent ist mit einem Umsatzplus ins Geschäftsjahr gestartet. Cropenergies konnte deutlich mehr Ethanol absetzen als im Jahr zuvor. Grund ist die gestiegene Akzeptanz von E10.

Während die Biodieselhersteller nach wie vor unter dem Zusammenbruch des Marktes für reinen Pflanzensprit und der Konkurrenz aus Argentinien und Indonesien ächzen, sieht die Lage beim größten deutschen Ethanolproduzenten gut aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte das Unternehmen von März bis Ende Mai den Umsatz um 16 Prozent auf 186 Millionen Euro.

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Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg leicht auf 23,6 Millionen Euro, das ist knapp eine Million mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Zum Schluss blieb ein Gewinn von 15,6 Millionen Euro, fünf Prozent mehr als Ende Juni 2012. Wegen der guten Entwicklung konnte das Tochterunternehmen der Südzucker AG seine Schulden gegenüber dem Vorjahr halbieren, auf 54,4 Millionen Euro. 

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E10-Nachfrage steigt

Cropenergies profitierte vor allem von der wachsenden Nachfrage nach E10. Mit einem Marktanteil von rund 18 Prozent liegt der Kraftstoff zwar noch weit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, doch der Absatz steigt kontinuierlich. Im Jahr 2012 legte er um sechs Prozent zu.  Allein bei Cropenergies flossen im ersten Quartal mit 201.000 Kubikmetern rund fünf Prozent mehr Ethanol aus den Produktionsanlagen.

Der Vorstand erwartet aus gegenwärtiger Perspektive und bei weiter gut ausgelasteten Anlagen für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz auf Vorjahresniveau, also etwa 700 Millionen Euro. Wegen gestiegener Rohstoffkosten dürfte der Gewinn aber etwas geringer ausfallen. Im Geschäfstjahr 2012/13 hatte er die unternehmenseigene Rekordmarke von 87 Millionen Euro erreicht.

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
E10 | Bioethanol | Cropenergies | Biokraftstoffe
Ressorts:
Markets

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