Deepwater Horizon
26.07.2013

Halliburton bekennt sich der Beweisvernichtung schuldig

BP
BP-Plattform in der Nordsee

Die Explosion auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko führte 2010 zu der schlimmsten Umweltkatastrophe in der US-Geschichte. Der BP-Zulieferer Halliburton gab nun im Prozess um die Katastrophe die Beweismittelvernichtung zu.

Wie das US-Justizministerium jetzt mitteilte, wird der texanische Konzern in einem Verfahren auf schuldig plädieren, Beweise vernichtet zu haben. Im Gegenzug zu dem Geständnis werde das Ministerium von weiterer Strafverfolgung absehen. Zudem müsse Halliburton eine Strafe von 200.000 US-Dollar (rund 150.500 Euro) bezahlen und stehe drei Jahre unter Bewährung. Der Konzern, der die Ermittlungen der US-Behörde weiterhin unterstützen muss, hatte bereits 55 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) an die Umweltorganisation National Fish and Wildlife Foundation gezahlt.

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Halliburton war auf der „Deepwater Horizon“ unter anderem an der Mischung des Zements für den Verschluss des Bohrlochs beteiligt. Dem Konzern wird vorgeworfen, minderwertiges Bindemittel für den Zement verwendet zu haben.

In einer internen Untersuchung nach dem Unglück erstellte Halliburton Computersimulationen, die jedoch verschwanden. BP, Betreiber der Ölplattform, hatte dem Konzern daraufhin in einem Rechtsstreit die Vernichtung wichtiger Ergebnisse unterstellt.

Halliburton ist kein unbeschriebenes Blatt. Medienberichten zufolge betrieb der Konzern bereits dubiose Geschäfte, unter anderem mit dem Irak. 

Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ explodierte im April 2010 im Golf von Mexiko. Elf Menschen kamen ums Leben, das ausströmende Öl (etwa 4,9 Millionen Barrel) verseuchte große Teile der US-Golfküste.

Tina Gilic
Keywords:
Deepwater Horizon | BP | Halliburton | Öl-Katastrophe | International
Ressorts:
Governance

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