Wieviel Geld Hanergy für die Übernahme des US-Modulherstellers Global Solar Energy (GSE) auf den Tisch gelegt hat, bleibt indes noch offen. Durch den Kauf sei der Einsatz der Dünnschichttechnik in großem Maßstab nun schneller möglich, erklärt Hanergy-Chef Li Hejun.

In der Solarsparte ist es bereits die dritte Übernahme Hanergys in rund einem Jahr. Im Oktober 2012 schluckte der Privatkonzern für erneuerbare Energien das kalifornische Start-up Miasole, nachdem er wenige Monate zuvor die frühere Tochter der insolventen Q-Cells, Solibro, kaufte. Deren Spezialität: Dünnschichtmodule mit CIGS-Technik.

Die Technik ist jedoch bei Unternehmern umstritten. Dünnschichtmodule sind zwar einerseits deutlich leichter und benötigen deutlich weniger Silizium als konventionelle Solarmodule. Wegen des Preisverfalles bei Silizium konnten viele Hersteller jedoch ihren Preisvorteil in der Vergangenheit nicht ausspielen. Prominentes Beispiel ist das inzwischen bankrotte US-Unternehmen Solyndra. 

Im Hanergy-Stammsitz in Peking scheint man von der Dünnschichttechnik trotzdem überzeugt. Mit 8.000 Mitarbeitern ist das privat geführte Unternehmen in China eines der größten für erneuerbare Energien.

 

 

(Solibro)