Klimavertrag
14.12.2015

"Historischer Wendepunkt"

foto: flickr/Mark Dixon

Das am Wochenende beschlossene Klimaabkommen wurde weltweit begrüßt. Laut Bundesumweltministerin Hendricks besiegelt das Abkommen den Ausstieg aus den Fossilen.

Mit dem am Wochenende in Paris verabschiedeten Klimaabkommen wissen „Investoren die Regierungen beim Übergang in eine „low carbon economy“ hinter sich“, kommentiert Mark Campanale. Er ist der Gründer der Carbon Tracker Initiative, einer von Finanzanalysten ins Leben gerufenen Nichtregierungsorganisation mit Sitz in London. Campanale glaubt: Der internationale Klimavertrag werde die Umstellung der Wirtschaft beschleunigen.

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Der britische Klimaökonom Nicholas Stern von der London School of Economics mahnte stärkere Finanzhilfen der reichen Industrieländer an, um den ärmeren Ländern den Übergang zu einer „low carbon economy" zu ermöglichen. „Höhere Investitionen werden gebraucht, insbesondere im Bereich der Infrastruktur" sagte der Autor des Stern-Reports und frühere Berater der Labour-Regierung von Tony Blair. Laut Stern müssen die Weltbank sowie regionale Entwicklungs- und Förderbanken dabei eine führende Rolle spielen. „Dies ist ein historischer Moment, nicht nur für uns und unsere heutige Welt, sondern auch für unsere Kinder, Enkelkinder und für künftige Generationen", schwärmte Stern.

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Auch Bundesumweltministern Barbara Hendricks (SPD) begrüßte das Abkommen als „historischen Wendepunkt“ in der Klimapolitik. Nach knapp zwei wöchigen Verhandlungen haben die 195 UN-Mitgliedsstaaten und die Europäische Union am Samstagabend das erste globale Klimaschutzabkommen beschlossen. Darin schreibt die Staatengemeinschaft völkerrechtlich verbindlich fest, die Erderwärmung auf unter Zwei-Grad zu begrenzen. Auch das von den kleinen pazifischen Inselstaaten geforderte 1,5 Grad Ziel findet Erwähnung. Die Staaten sollen sich „anstrengen“ – den globalen Temperaturanstieg auf eineinhalb Grad zu begrenzen. Alle fünf Jahre sollen die Klimaschutz-Fortschritte überprüft werden. 

Hendricks Staatssekretär Jochen Flasbarth sagte am heutigen Montag in einem Radiointerview mit dem rbb: Letztlich würden die Kernbereiche der deutschen Wirtschaft von dem Abkommen profitieren. 

 

 

Redaktion
Keywords:
Klimaschutz | Paris | Klimaabkommen | Klimagipfel | Investoren | Emissionen
Ressorts:
Governance

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