Frankreich
26.08.2013

Hollande will Ökosteuer

Benoît Granier/Matignon

Frankreichs Präsident Francois Hollande möchte mit einer neuen Ökosteuer für mehr Energieeffizienz sorgen. Für die Verbraucher soll es dabei nicht teurer werden – vorerst.

Über die Pläne zur „Energie-Klima-Abgabe“ schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Details sind bisher nicht bekannt. Laut einer Regierungssprecherin handelt es sich jedoch weniger um eine zusätzliche Steuer, sondern um „eine Begrünung bereits existierender Steuern für Energie“, wie es nebulös heißt. Die Verbraucher würden demnach im ersten Jahr gar nicht oder nur kaum zusätzlich belastet. Die neue Abgabe soll im September für den Haushalt des kommenden Jahres vorgestellt werden. 

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Hollandes Vorgänger Nicolas Sarkozy war  im Jahr 2009 mit dem Versuch einer Umweltsteuer am Veto des Verfassungsgerichts gescheitert. Sarkozy wollte den Ausstoß von Kohlendioxd mit 17 Euro pro Tonne besteuern. 

Die nun geplante Abgabe ist Teil eines Steuerpaketes von Hollande. Der Sozialist möchte im nächsten Haushalt zusätzlich sechs Milliarden Euro über Steuern einnehmen. Der Internationale Währungsfonds warnt bereits, weitere Abgaben könnten die wirtschaftliche Erholung des Landes gefährden. 

In Frankreich ist die Steuerlast bereits sehr hoch. Mit einem Steueranteil von 44,2 Prozent am Bruttoinlandsprodukt rangiert der westliche Nachbar unter den OECD-Staaten auf Platz drei, schreibt Reuters. Nur in Dänemark und Schweden zahlen Bürger und Unternehmen im Verhältnis noch mehr. 

 
Daniel Seeger
Keywords:
Francois Hollande | Frankreich | Energiepolitik | Energieeffizienz
Ressorts:
Governance

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