Während 2011 ein Viertel der bundesweit befragten potentiellen Immobilienkäufer angab, dass der energetische Zustand des Objekts ein entscheidendes Kaufkriterium sei, finden dies fünf Jahre später nur noch knapp 16 Prozent: Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Immobilienbarometer-Umfrage der Online-Plattform ImmobilienScout24 und des Baufinanzierers Interhyp.

Demnach haben die diesjährigen niedrigen Heizöl- und Gaspreise scheinbar die Einstellung zum Thema Energieeffizienz beeinflusst. Dennoch seien moderne Heizungsanlagen und mehrfachverglaste Fenster für die Deutschen weiterhin interessant: Um die 70 Prozent hätten angegeben, zumindest generell darauf zu achten. Lediglich 6,6 Prozent legten dem Immobilienbarometer zufolge allerdings auf weitergehende Effizienzsteigerungen durch Solarthermieanlagen und Kellerdeckendämmung wert.

Um für Interessierte mehr Klarheit über die Energieeffizienz von Immobilien zu schaffen, war 2008 der Energieausweis für Wohnobjekte eingeführt worden. Der erntet den Umfrage-Auftraggebern zufolge Kritik: Über die Hälfte der Studienteilnehmer bemängele demnach, dass der Energieausweis zwar über den Energieverbrauch, vielfach aber nicht über den energetischen Zustand der Immobilie Auskunft gebe.

Dämmung und Energieeffizienz interessieren die Deutschen, doch billige Heizstoffe machen sie weniger wichtig für Kaufentscheidungen. (Foto: Handwerker / Wikimedia / CC BY-SA 3.0)