Indien wird Zölle von 5 bis 110 Prozent auf importierte Solarzellen einführen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ausländische Hersteller zahlen bald zusätzliche Abgaben von 11 bis 81 US-Cent pro Watt. Lediglich das Finanzministerium müsse der Regelung noch zustimmen.

Erst am Montag wurde Narendra Modi von der konservativen, hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) als neuer Premierminister vereidigt. Das Handelsministerium brachte allerdings bereits am Freitag zuvor eine entsprechende Verfügung zu Anti-Dumping-Zöllen ein.

Diese Anti-Dumping-Zölle werden vor allem die USA, China, Taiwan und Malaysia treffen. Dabei würde China die höchsten, die USA die niedrigsten Zölle zahlen müssen. Bislang hätten einheimische Hersteller weniger als zwei Prozent Anteil am Solargeschäft, das 2013 ein Volumen von rund einer Milliarde Dollar hatte, heißt es weiter. Indes haben die USA bei der Welthandelsorganisation Klagen eingereicht, weil die Regelung US-amerikanische Unternehmen diskriminiere.

Indien möchte bis 2022 seine Solarenergie-Kapazitäten von aktuell 1.700 Megawatt auf 20.000 Megawatt steigern.

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Sitz des indischen Staatspräsidenten (depositphotos.com)