Reliance Industries, Indiens größtes Privatunternehmen mit 25.000 Mitarbeitern und führender Erdölverarbeiter des Landes, will in die Entwicklung von Batteriespeichern investieren. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen aus dem Unternehmen berichtet, plant Reliance Industries dieses Projekt gemeinsam mit dem britischen Mineralölkonzern BP.

Demnach wollen die beiden künftig Batteriespeicher im Umfeld großer Wind- und Solarparks errichten. Die finale Entscheidung des Bündnisses solle im Dezember fallen. Beobachter gehen davon aus, dass der börsennotierte Konzern Reliance Industries, der sich im Eigentum des reichsten Manns Indiens Mukesh Ambani befindet, damit die Ziele von Indiens Premier Narendra Modi aufgreift. Modi treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und fordert unter anderem, dass nach 2030 in Indien nur noch elektrische Autos verkauft werden dürfen.

Modis ehrgeizige Ziele

Indien hat seine Photovoltaik-Kapazitäten seit Modis Amtsantritt 2014 vervierfacht auf 13 Gigawatt und die Windenergie um 50 Prozent ausgebaut auf 33 Gigawatt. Modis Zubauplan sieht bis 2022 einen Zuwachs bei Photovoltaik um 87 Gigawatt vor und bei Wind um 28 Gigawatt. Dann hätte Indien eine Gesamterzeugungskapazität von 175 Gigawatt bei erneuerbaren Energien.

Der indische Milliardär Mukesh Ambani will mit seinem Konzern Reliance Industries ins Stromspeichergeschäft einsteigen. (Foto: Flickr/World Economic Forum)