Elektromobilität
15.09.2016

Induktives Laden: Bosch bastelt an bidirektionalen Systemen

Illustration: Bosch / BiLawE
Das Laden radikal zu vereinfachen könnte die Elektromobilität für viele Menschen deutlich attraktiver machen.

Gemeinsam mit zwei Fraunhofer-Insituten will das Unternehmen in Baden-Württemberg an der kabellosen Zukunftstechnik arbeiten. Sie soll sowohl E-Fahrzeugen als auch den Stromnetzen zu Gute kommen.

Der Konzern Bosch steht als Automobilzulieferer derzeit im Kreuzfeuer der Dieselgate-Ermittlungen und wählt Angriff als beste Verteidigungsstrategie, indem er indirekt seinerseits VW belastet. Eine andere Aufgabe, die das Stuttgarter Unternehmen nun in Angriff nimmt, ist die Zukunft des induktiven Ladens. 

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Dazu geht Bosch eine Forschungspartnerschaft mit den Fraunhofer-Instituten ISE und IAO ein. Zusammen wollen sie Techniken entwickeln, die Autos durch bidirektionales kabelloses Laden auch zu fahrenden Speichern machen, die Energie nicht nur zapfen, sondern auch wieder einspeisen können. Das könnte in Zukunft die Netze stabilisieren helfen, ganz abgesehen vom erwarteten Komfort für die Fahrzeughalter. Das Bundes-Energieministerium steuert 2,4 Millionen Euro Fördermittel bei.

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Damit für E-Autofahrer nicht nur das lästige hantieren mit Ladekabeln wegfällt, sondern auch die langen Wartezeiten an der Ladestation, braucht es eine gute Infrastruktur. Auch diese wollen die Forschungspartner entwickeln. Eine doppelt komplexe Aufgabe, schließlich sollen irgendwann nicht nur ausreichend induktive Ladestellen existieren, sondern auch öffentliche, lokale und Insel-Stromnetze gut eingebunden sein. So dass sie durch be- und entladen der Autobatterien zuverlässig stabilisiert werden können.

Damit sich der dafür notwendige Installationsaufwand später auch rechnen würde, sollen laut Bosch zudem Geschäftsmodelle für die mit der Rückspeisung verbundenen Netzdienstleistungen erarbeitet werden. Die Herstellung der Leistungselektronik in den Fahrzeugen und Ladestationen dagegen könne ein modulares Fertigungs-Baukastenkonzept wirtschaftlich machen. Dieses werde  ebenfalls im Rahmen des Projekts realisiert.

Tim Lüdtke
Keywords:
Bosch | Fraunhofer | Induktion | Elektromobilität | E-Autos | Ladesäulen | Ladestationen | induktives Laden | Bidirektional | BiLawE | Stuttgart | Baden-Württemberg
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