E-Mobilität
09.01.2019

Innogy eröffnet Schnellladepark in Duisburg

Foto: Innogy
Der Innogy-Schnellladepark in Duisburg soll Stadtbewohnern ohne eigenen Stellplatz E-Mobilität ermöglichen.

Elektromobilität für Stadtbewohner: Eine neue Stromtankstelle des Energieunternehmens Innogy in Duisburg kombiniert eine Solaranlage mit Schnellladesäulen und Batteriespeicher.

Das Essener Energieunternehmen Innogy hat in Duisburg einen neuen Schnellladepark offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt der Tochtergesellschaft Innogy eMobility Solutions und der Stadtwerke Duisburg kombiniert Schnellladesäulen mit einem Solardach und einer Batteriestation. Durch die Lage am Autobahnkreuz in direkter Nähe zur A42 und A59 soll der Transitverkehr erreicht und zudem Stadtbewohnern ohne eigenen Stellplatz Elektromobilität ermöglicht werden. 


Anzeige

Anzeige

„Nordrhein-Westfalen will Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber für Elektromobilität in Deutschland werden“, sagt Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, bei der Eröffnung. Der neue Ladepark sei ein besonders spannendes Pilotprojekt für das Ruhrgebiet.  „Ökostrom wird vor Ort vom Dach oder aus dem Speicher geladen. Reicht das beides nicht aus, weil es länger bewölkt war, wird Ökostrom zusätzlich aus dem Netz gezogen“, erläutert Hildegard Müller, Vorstand Netz und Infrastruktur bei Innogy. Das Energiemanagementsystem lerne nach kurzer Zeit, den Batteriefüllstand auf Basis der Kundennachfrage und der Wetterdaten so zu optimieren, dass schnell und gleichzeitig netzschonend geladen werden könne. 


Batteriespeicher puffern Netzbelastung

Häufig reichen die Netzkapazitäten vor Ort nicht für einen großflächigen Ausbau von Schnellladestationen. In Duisburg minimiert der integrierte Batteriespeicher die Netzbelastung. Er puffert die Spitzenbelastung ab, wenn mehrere Autos gleichzeitig mit voller Leistung schnell laden. Die Batterie ermöglicht auch, den gesamten Sonnenstrom lokal zu nutzen. Damit arbeitet die Stromtankstelle teilweise autark. 


Vorhanden sind vier Gleichstrom-Schnellladestationen mit je 150 Kilowatt Leistung sowie eine Batteriestation mit 210 Kilowattstunden Kapazität. Das 180 Quadratmeter große Solardach liefert 26.000 Kilowattstunden Strom im Jahr – genug für rund 200.000 emissionsfreie Fahrkilometer. Die Schnellladesäulen lieferten die Firmen Porsche und Delta, der Batteriespeicher kommt von Belectric.

Bereits vor einigen Wochen wurde der Probebetrieb gestartet. Aus dem Realbetrieb sollen nun weitere Erkenntnisse für die Praxis gewonnen werden. Geplant ist, das Konzept an weiteren Standorten umzusetzen.

Lesen Sie auch: Eon und Netze BW auf dem Weg zur Mobilität von morgen

Carsten Kloth
Keywords:
Elektromobilität | Ladesäulen
Ressorts:

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen