Energiewirtschaft
26.09.2019

Innogy geht mit neuer Regionalgesellschaft in Fusion mit Eon

Foto: Laurence Chaperon/Innogy
Die frühere CDU-Politikerin Katherina Reiche wechselt vom Verband kommunaler Unternehmen zum Energiekonzern Eon.

Die durch Eon übernommene RWE-Tochter Innogy gründet eine neue Gesellschaft für das kommunale Geschäft. Chefin wird Katherina Reiche vom Verband kommunaler Unternehmen.

Die vom bisherigen Konkurrenten Eon übernommene RWE-Tochter Innogy ordnet ihr Geschäft mit den Kommunen neu. Am 1. Oktober geht die Innogy Westenergie GmbH an den Start, die unter anderem für die Konzessionsverträge und die Beteiligung von Innogy an Stadtwerken zuständig ist. Außerdem werde der größte deutsche Verteilnetzbetreiber Westnetz zu der neuen Gesellschaft gehören, teilte Innogy am Donnerstag mit. Westenergie wird für die Netze und das kommunale Geschäft der neuen Eon in Nordrhein-Westfalen sowie Teilen von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zuständig sein.

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Über die Netze werden rund 5 Millionen Kunden mit Strom und etwa 450.000 Kunden mit Gas versorgt. Westenergie wird nach Innogy-Angaben die größte der künftig neun Regionalgesellschaft von Eon. Mit rund 9000 Mitarbeitern werde Westenergie einen Außenumsatz von mehr als 7 Milliarden Euro erreichen.

Die Innogy Westenergie erhält zum 1. Oktober eine vierköpfige Geschäftsführung. Vorsitzender wird zunächst Bernd Böddeling, der anschließend in den Aufsichtsrat wechselt. Ab dem 1. Januar 2020 wird Katherina Reiche Vorsitzende der Geschäftsführung. Sie ist bislang Hauptgeschäftsführerin beim Verband kommunaler Unternehmen. Die weiteren Geschäftsführer sind Achim Schröder für Finanzen und Regulierung, Harald Heß für Technik und Oliver Henrichs für Personal.

Innogy ist an mehr als 60 Stadtwerken beteiligt

Die Zusammenarbeit mit den Kommunen ist für die Stromversorger von großer Bedeutung. Innogy ist an mehr als 60 Stadtwerken beteiligt und hält rund 1700 Konzessionen, in denen Städte und Gemeinden den Versorgungsunternehmen gegen eine Abgabe die Nutzung von Straßen und anderen Flächen erlauben. Kritiker der Fusion von Eon mit Innogy befürchten, dass der erweiterte Eon-Konzern zu große Macht auf den lokalen Märkten bekommt.

Eon-Chef Johannes Teyssen hatte nach der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission gesagt, der erweiterte Konzern werde künftig erheblich mehr städtische Ballungsräume in seinem Netz haben und damit den Umbau der Energie-Infrastruktur maßgeblich mitgestalten.

Lesen Sie auch: Brüssel erlaubt Deal zwischen RWE und Eon

ck/dpa
Keywords:
Innogy | RWE | Eon
Ressorts:
Markets

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