„Free Electrons“
03.02.2017

Internationales Programm für Energie-Start-ups

Foto: Pixabay

Die RWE-Tochter Innogy und andere Versorger wollen dem Wandel in der Branche mit einem Accelerator begegnen. Das Ziel ist, gemeinsam mit jungen Firmen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Mit „Free Electrons“ wollen die Versorger dem fundamentalen Wandel auf dem Energiemarkt begegnen. Geplant ist, gemeinsam mit zwölf ausgewählten Start-ups neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Wir haben bereits sieben neue Anfragen von Energieunternehmen, die ebenfalls an dem Programm teilnehmen wollen“, sagt Innogy-Sprecher Alexander Stechert-Mayerhöfer im Gespräch mit bizz energy.

Anzeige

 

Neben Innogy bisher an Bord sind die acht Unternehmen AusNet Services, Dubai Electricity and Water Authority (DEWA), ESB (Electricity Supply Board), EDP (Energias de Portugal, Origin Energy, Singapore Power (SP) und Tokyo Electric Power Company /TEPCO).

Anzeige

 

Für die Jungfirmen geht es um den Zugang zu insgesamt 73 Millionen Kunden der Versorger in gut 40 Ländern. Sechs Monate wird das Programm dauern, das sich an Start-ups aus den Bereichen erneuerbare Energie, Energieeffizienz, E-Mobilität und Digitalisierung richtet. Die Teilnehmer werden jeweils eine Woche im Silicon Valley, Lissabon, Dublin und Singapur verbringen, um mit den internationalen Energieversorgern in Kontakt zu kommen. „Wir müssen da aktiv vor Ort sein, wo solche revolutionären Ideen entwickelt werden“, sagt Innogy-Vorstandschef Peter Terium beim Startschuss in Dubai. „Im Silicon Valley natürlich, aber auch in Start-up-Hochburgen wie Tel Aviv, London oder Berlin – und natürlich hier in Dubai – einer Stadt, die in einer sehr beeindruckenden Weise für Innovation und Fortschritt steht.“

 

Es geht um Zugang zu Kunden

 

Bei der Ausgestaltung des Programms wird „Free Electrons“ von den beiden Acceleratoren New Energy Nexus und Swissnex San Francisco unterstützt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein bereits funktionsfähiger Prototyp. Die erfolgreichsten Start-ups erhalten zudem Preisgelder in Höhe von insgesamt 200.000 US-Dollar. „Es geht den Start-ups primär aber nicht um finanzielle Unterstützung, sondern um den Zugang zum Markt und zu Kunden“, sagt Innogy-Sprecher Stechert-Mayerhöfer. Wie es hinterher weitergeht, sei offen. „Vieles ist denkbar.“ Innogy hat bereits in der Vergangenheit in Start-ups investiert, zuletzt in den Dresdner IoT-Energieplattformbetreiber Kiwigrid. Mit der Software von Kiwigrid können innogy-Kunden selbst produzierten Strom aus der PV-Anlage auf dem Dach selbst vermarkten oder ihn zum Laden des Elektroautos in der eigenen Garage nutzen.

 

Bewerbungsschluss ist der 28. Februar, die Gewinner sollen im April bekannt gegeben werden. Interessierte Start-ups bewerben sich unter www.freeelectrons.co.

Jutta Maier
Keywords:
Start-ups | Innogy | Accelerator | Energieversorger
Ressorts:
Finance | Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen