Debatte
13.03.2013

Ist das EEG für die Energiewende noch notwendig?

Foto: Nordex

Umweltminister Peter Altmaier warnt vor ausufernden Energiewendekosten und will das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformieren. Die Branche sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und fordert stabile Rahmenbedingungen für Investoren. Was ist Ihre Meinung zur Zukunft des EEG? Diskutieren Sie mit.

Die Zukunft der Erneuerbaren-Förderung wird immer mehr zum Wahlkampfthema. Im Interview mit BIZZ energy today sagt SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber, das EEG könnte bis spätestens 2020 auslaufen. CDU-Energieexperte Thomas Bareiß würde den Einspeisevorrang für Erneuerbare lieber heute als morgen kippen.

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Ist das EEG für die Energiewende noch notwendig? In der April-Ausgabe von BIZZ energy today beantworten Entscheider aus Wirtschaft und Wissenschaft diese Frage. Uns interessiert aber auch die Meinung unserer Leser:  Schreiben Sie uns jetzt Ihren Kommentar! 

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ie Zukunft der Erneuerbaren-Förderung wird immer mehr zum Wahlkampfthema. Im Interview mit BIZZ energy today sagt SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber, das EEG könnte bis spätestens 2020 auslaufen. CDU-Energieexperte Thomas Bareiß würde den Einspeisevorrang für Erneuerbare lieber heute als morgen kippen.

Ist das EEG für die Energiewende noch notwendig? In der April-Ausgabe von BIZZ energy today beantworten Entscheider aus Wirtschaft und Wissenschaft diese Frage. Uns interessiert aber auch die Meinung unserer Leser:  Schreiben Sie uns jetzt Ihren Kommentar! 

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Energiewende | EEG
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Kommentare

Ein weiter so beim EEG wird es sicher nicht auch unbestimmte Zeit geben. Allerdings muss man aufpassen, das man die Förderung nicht zu abrupt beendet oder gar rückwirkend eingreift, wie dies Minister Altmaier plant. Das verschreckt Investoren (siehe Stadtwerke München).
Im Vordergrund sollte ohnehin die Frage nach einem zukünftigen Energiemarktdesign stehen. Mit dem derzeitigen Modell kommen wir nicht weiter. Hier sind kluge Vorschläge gefragt, wie sich erneuerbare und für den Übergang fossile Energieerzeugung kombinieren lassen.

Das EEG ist weltweit das einzige Werkzeug, welches erfolgreich den Weg von der alten zur neuen Energieversorgung geebnet hat. Nur durch den Vorrang erneuerbarer Energien war es möglich die Oligopolstruktur des Energiemarktes zu verändert. Vor dem EEG wurde der Netzzugang von den Energieversorgern verhindert. Neue Investoren entdeckten den Energiemarkt und Bürger können sich an dezentralen Erzeugungsanlagen beteiligen. Energiegenossenschaften helfen auf der Grundlage des EEG die regionale Stromproduktion zu finanzieren und erst möglich zu machen.

Das EEG brachte eine Demokratisierung des Energiemarktes in Gang. Daran sollte festgehalten werden. Die Anschubfinanzierung der einzelnen erneuerbaren Techniken war erfolgreich und hat die Systemkosten z. Teil auf ein Zehntel reduziert. Insofern muß nun an der Stellschraube Einspeisevergütung gearbeitet werden, damit eine weitere Entwicklung möglich ist. Wirtschaftliche Entwicklung von Herstellern bis hin zu Installateuren muß bei der Betrachtung der Vergütungsmechanismen beachtet werden, sonst wird der Know How Aufbau für unsere Volkswirtschaft vernichtet. Pleiten gehören zur Konsolidierung der Märkte, aber abrupte Kehrtwenden (sprich Investitionsstop) unserer Bundesregierung in den letzten 12 Monaten sind schädlich. Investitionssicherheit brauchen nicht nur Betreiber von Kraftwerken sondern alle Teilnehmer in den Wertschöpfungsstufen. Also EEG muß bleiben, aber bitte den Fokus auf langfristige Entwicklung legen und künftige Kostenentwicklung von Neuanlagen nicht mit Entscheidungen der Vergangenheit in einen Topf werden.

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