Geplant ist der Bau von 143 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt. Das entspricht in etwa einem Viertel der Leistung des havarierten Kernkraftwerkes von Fukushima. Der Windpark soll 16 Kilometer vor der Küste entstehen. Der Baustart ist für diesen Juli vorgesehen.

Um den Bau teurer Fundamente im Meeresboden zu vermeiden, sollen die Windturbinen auf schwimmenden Stahlkäfigen errichtet werden, berichtet das Magazin News Scientist. Anker sollen die Konstruktion am Meeresboden sichern.

Japans Energiekrise

Das Projekt ist Teil eines Plans der japanischen Regierung, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu reduzieren. Beschlossen hatte ihn noch die kürzliche abgewählte Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda. Dieser hatte einen Ausstieg Japans aus der Atomenergie für das Jahr 2040 anvisiert.

Der neue Regierungschef Shinzo Abe hat diese Ausstiegs-Pläne zwar verworfen, aber er wird den Ausbau der erneuerbaren Energie nicht abwürgen. Denn Japan hat ein Energieproblem. Nach der Katastrophe von Fukushima waren zwischenzeitlich alle Kernkraftwerke im Land außer Betrieb. Alte Anlagen wie das Atomkraftwerk Fukushima, das aus sechs Blöcken besteht, werden nicht mehr ans Netz gehen.

Den Atomsstromanteil von 30 Prozent muss das Land durch teure Energieimporte ersetzen, was das ohnehin hoch verschuldtete Land stark belastet. 

 

 

 

(Foto: Alpha Ventus/Jan Oelker)