Der japanische Premierminister Shinzo Abe will den 2011 durch die verheerende Reaktorkatastrophe bekannt gewordenen Verwaltungsbezirk Fukushima zum Zentrum alternativer Antriebe ausbauen. „Ich möchte Fukushima zum Hauptproduktionsort von Wasserstoff machen“, zitiert die japanische Nachrichtenseite „The Japan News“ den Premier.
Ab 2020 soll demnach in Fukushima überschüssiger Ökostrom, beispielsweise aus Windanlagen, durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt werden – genug, um jährlich 10.000 Wasserstoff-Autos zu betanken.

Laut Abe sollen bei den Olympischen Sommerspielen 2020 im öffentlichen Verkehr Wasserstoffautos zum Einsatz kommen, beispielsweise zum Transport der Athleten vom Olympischen Dorf ins Stadion.
Die Pläne spielen dem japanischen Autobauer Toyota in die Hände. Im vergangenen Jahr brachte Toyota mit dem Mirai das erstes serienreife Auto mit Brennstoffzelle auf den Markt. Ab 2020 sollen bei Toyota jedes Jahr mindestens 30.000 Wassertoffautos vom Band laufen.  

Japan hat sich bei der Förderung von Wasserstoff international als Vorreiter etabliert. Das hat schon vor zwei Jahren Börsianer erfreut, wie unser Kolumnist Gerard Reid damals schrieb. Die Kolumne lesen Sie hier.