Neue Öko-Partei
30.07.2012

Japans grüner Protest

Thorsten Freyer / pixelio.de
In Japan steigt die Zahl der Aktivisten gegen Atomkraft.

Japanische Umweltaktivisten und Atomkraftgegner haben eine neue grüne Partei gegründet. Sie macht sich für Umweltpolitik stark und spiegelt die wachsende Ablehnung der Bevölkerung gegen Atomkraft wider.

Die Initiative der am Samstag gegründeten Partei ging von 70 Abgeordneten kommunaler Parlamente und Vertretern von Umweltorganisationen aus, schreibt die FAZ. Japans Grüne fordern den Ausstieg ihres Landes aus der Atomkraft, mehr Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Anzeige

Spätestens bei der Wahl zum Oberhaus im Sommer nächsten Jahres will die grüne Partei mit mindestens zehn Kandidaten antreten. Unterstützung erhoffen sich die 1.000 Mitglieder der Bewegung von den stärker werdenden Bürgerbündnissen gegen Kernenergie.

Anzeige

Seit der Entscheidung der Regierung, zwei abgeschaltete Reaktoren wieder ans Netz zu nehmen, bekommt Japans Anti-Atomkraft-Bewegung weiteren Zulauf. Zehntausende Atomkritiker demonstrieren wöchentlich im Regierungsviertel in Tokio und fordern den Verzicht von Atomenergie.

Mitte Juni hatte Ministerpräsident Yoshihiko Noda die Inbetriebnahme der beiden Reaktoren 3 und 4 im Kernkraftwerk Oi mit einem drohenden Energieengpass begründet (BIZZ energy today berichtete am 5.07.2012). Zuvor waren alle 50 Atomkraftwerke im Land aufgrund der Katastrophe in Fukushima im März 2011 stillgelegt worden.

Tina Gilic
Keywords:
Japan | Kernenergie | AKW | Atomkraftwerk
Ressorts:
Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen