Die Initiative der am Samstag gegründeten Partei ging von 70 Abgeordneten kommunaler Parlamente und Vertretern von Umweltorganisationen aus, schreibt die FAZ. Japans Grüne fordern den Ausstieg ihres Landes aus der Atomkraft, mehr Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Spätestens bei der Wahl zum Oberhaus im Sommer nächsten Jahres will die grüne Partei mit mindestens zehn Kandidaten antreten. Unterstützung erhoffen sich die 1.000 Mitglieder der Bewegung von den stärker werdenden Bürgerbündnissen gegen Kernenergie.

Seit der Entscheidung der Regierung, zwei abgeschaltete Reaktoren wieder ans Netz zu nehmen, bekommt Japans Anti-Atomkraft-Bewegung weiteren Zulauf. Zehntausende Atomkritiker demonstrieren wöchentlich im Regierungsviertel in Tokio und fordern den Verzicht von Atomenergie.

Mitte Juni hatte Ministerpräsident Yoshihiko Noda die Inbetriebnahme der beiden Reaktoren 3 und 4 im Kernkraftwerk Oi mit einem drohenden Energieengpass begründet (BIZZ energy today berichtete am 5.07.2012). Zuvor waren alle 50 Atomkraftwerke im Land aufgrund der Katastrophe in Fukushima im März 2011 stillgelegt worden.

In Japan steigt die Zahl der Aktivisten gegen Atomkraft. (Thorsten Freyer / pixelio.de)