Der New Yorker Finanzkonzern JP Morgan Chase mit Vertretungen in über 60 Ländern kündigt an, alle seine Gebäude ab 2020 ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Außerdem will die Bank bis 2025 klima- und umweltfreundliche Projekte im Volumen von 200 Milliarden Dollar finanzieren.

Im eigenen Haus sollen der Energieverbrauch gesenkt, Immobilien mit grüner Energietechnologie nachgerüstet sowie Lieferverträge mit Erzeugern erneuerbarer Energien geschlossen werden. In einem ersten Pilotprojekt lässt JP Morgan Chase Niederlassungen in Kalifornien und New Jersey mit Photovoltaikanlagen und Brennstoffzellen ausstatten. Alle Niederlassungen der Bank haben zusammen eine Nutzfläche von sieben Millionen Quadratmeter – das entspricht der 27-fachen Nutzfläche des New Yorker Empire-State-Hochhauses.

Kohleprojekte auf der schwarzen Liste

Zum Vorhaben, 200 Milliarden Dollar für „Clean Financing“bereitzustellen, sagt JP-Morgan-Chase-Vorstandschef Jamie Dimon, die Finanzbranche müsse eine Führungsrolle bei Maßnahmen einnehmen, die sowohl dem Umweltschutz als auch dem Wirtschaftswachstum dienten. Er versteht unter „Clean Financing“ die Finanzierung verschiedenster Projekte mit positiven Effekten für Klima- und Umweltschutz.

2016 hatte Amerikas größte Bank mitgeteilt, dass sie aus Gründen des Klimaschutzes keine Kohleprojekte mehr finanzieren werde und diese auf ihre schwarze Liste gesetzt habe. Darauf stehen unter anderem auch Kinderarbeit und Holzraubbau. Die Bank vergab 2016 an Kommunen und Unternehmen Kredite über 15 Milliarden Dollar für nachhaltige Projekte. Im Juni 2017 hat sie für Apple einen eine Milliarde Dollar schweren Green Bond auf den Markt gebracht.

JP-Morgan-Chase-Chef Jamie Dimon will die Bank auf grüne Energieversorgung umstellen. (Foto: Creative Commons/Steve Jurvetson)