EU-Kommission
17.07.2014

Juncker und Oettinger uneins über Effizienzziele

EU-Kommission
EU-Energiekommissar Günther Oettinger

Der designierten Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ist bei Energieeffizienzzielen ehrgeiziger als Noch-Energiekommissar Günther Oettinger.

Energiekommissar Oettinger will den Energieverbrauch in der EU bis 2030 im Vergleich zu 2007 um 25 bis 29 Prozent statt den bisher geplanten 30 bis 35 Prozent senken, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen internen Entwurf, den Oettinger am Dienstag in Brüssel zur Abstimmung an die anderen EU-Kommissare verschickt hatte. 

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Ausgerechnet an dem Tag also, an dem sich der designierten Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Straßburg vor dem EU-Parlament für ein verbindliches EU-Effizienzziel von mindestens 30 Prozent bis 2030 ausgesprochen hatte. „Wir können nicht so tun, als seien wir die Anführer beim Klimaschutz, wenn wir nicht besser werden bei der Energieeffizienz“, zitiert Spiegel Online aus seiner Antrittsrede. 

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Die Europäische Union verhandelt derzeit ein Nachfolgeregime für das Energie- und Klimapaket 2020. Bereits im Februar hatte das Parlament für ein verbindliches Effizienzziel von 40 Prozent gestimmt. Die EU-Kommission will ihren Vorschlag voraussichtlich am 23. Juli unterbreiten, die Staats- und Regierungschefs wollen dann auf dem EU-Gipfel am 23. Oktober über die Effizienzziele entscheiden.

Daniel Seeger
Keywords:
Jean-Claude Juncker | Günther Oettinger | EU-Kommission | Energie- und Klimapaket | EU | Energieeffizienz
Ressorts:
Governance

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