Green Bonds
27.10.2017

KfW investiert zunehmend in Klimaschutz

Foto: KfW-Bildarchiv/Rüdiger Nehmzow
Zentrale der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt am Main.

Die Förderbank KfW will mit ihren grünen Investitionen Treibhausgase um mehr als 2,1 Millionen Tonnen pro Jahr senken. In den ersten drei Quartalen 2017 gab sie Green Bonds im Wert von 2,7 Milliarden Euro aus. Eine weitere Milliarde kam im Oktober hinzu.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fünf Green Bonds ausgegeben – darunter die größte grüne Anleihe der KfW in Höhe von zwei Milliarden Euro aus dem Monat Mai. Dies veröffentlichte die Förderbank nun in ihrem Green-Bond-Reporting. Insgesamt kamen die fünf grünen Anleihen der KfW zum Stichtag 30. September 2017 auf eine Investitionssumme von 2,7 Milliarden Euro.

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Den Erlös vergab die KfW im Rahmen des Darlehensprogramms „Erneuerbare Energien – Standard“ vollständig an grüne Finanzierungen, mit denen sie sich eine Senkung der Treibhausgase um 2,1 Millionen Tonnen pro Jahr erhofft. Das entspricht in etwa der CO2-reduzierenden Wirkung eines Waldes von der Fläche der Finanzzentren London, New York City, Singapur, Tokio und Frankfurt zusammen. Abgerufen wurden im Rahmen des Förderprogramms zum Quartalsende 3,4 Milliarden Euro.

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Investitionen vor allem in Windenergie

Die Bank schätzt zudem, dass mit Hilfe der grünen Anleihen über 59.000 Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert wurden. Einsparungen von rund 187 Millionen Euro pro Jahr bei Energieimporten nach Deutschland und die Vermeidung von Kosten durch Umwelt- und Gesundheitsschäden in Höhe von rund 255 Millionen Euro pro Jahr kämen hinzu. Diese Umwelt- und Sozialwirkungen hat die KfW von einem externen Forschungsinstitut errechnen lassen.

Der überwiegende Teil der Investitionen entfiel mit 87 Prozent auf Wind- und mit elf Prozent auf Solarenergie. Die verbleibenden zwei Prozent flossen in Wasserkraft, Biogas und Biomasse sowie andere erneuerbare Energiequellen.

78 Prozent der Mittel wurden in Deutschland investiert. Die anderen Projekte liegen vor allem in Frankreich (12 Prozent). Kleinere Anteile entfielen zudem auf Finnland, Dänemark, Norwegen, Irland, Großbritannien und Kroatien.

Zwei weitere Green Bonds im Oktober

Seit der Einführung ihres Green-Bond-Programms im Jahr 2014 hat die Frankfurter Bank 14 „Green Bonds - Made by KfW“ und vier weitere Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 12,9 Milliarden Euro ausgegeben. In dieser Zahl sind auch schon zwei weitere, im Oktober emittierte grüne Anleihen enthalten: Eine grüne US-Dollar-Anleihe im Umfang von einer Milliarde und eine Anleihe in Höhe von 200 Millionen Australischen Dollar. Die KfW hat damit 2017 bereits rund 3,7 Milliarden Euro über Green Bonds aufgenommen und wird ihr Vorjahresergebnis von 2,8 Milliarden Euro kräftig übertreffen.

Lesen Sie hier mehr über die weltweite Entwicklung der Green Bonds.

Carsten Kloth
Keywords:
Green Bonds | grüne Anleihen | Finanzen
Ressorts:
Finance

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