Mit der Mannheimer MVV verzeichnete ein weiterer Energiekonzern einen Rückgang beim operativen Ergebnis (Adjusted EBIT). In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres fiel es auf 219 Millionen Euro, von 226 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz ohne Strom- und Erdgassteuer stieg um sechs Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. 

Als Grund für die Verschlechterung des Gewinns nennt der MVV-Vorstandsvorsitzende Georg Müller die niedrigen Strompreise – ein Problem, mit dem sich auch Energiekonzerne wie RWE, EnBW, Vattenfall und Eon herumschlagen. Zusätzlich wirkt sich der seit Jahresbeginn anfallende Kauf von Emissionszertifikaten negativ auf die Bilanzen aus. 

Zukunft Erneuerbare

Bei der Direktvermarktung von erneuerbaren Energien konnte MVV eine positive Entwicklung verzeichnen. Im Jahr 2009 rief das Unternehmen das Strategieprojekt „MVV 2020“ ins Leben und will insgesamt drei Milliarden Euro unter anderem in erneuerbare Energien investieren. Mit unserer langfristigen Vermarktungsstrategie konnten wir bisher die Auswirkungen begrenzen und durch Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und Wachstum vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien weitgehend ausgleichen, erklärt Müller. Für den Zeitraum von Oktober 2012 bis Juni 2013 beliefen sich die Investitionen auf 256 Millionen Euro  rund 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Ausblick

Der Umsatzerlös für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 soll nach Konzernangaben leicht anwachsen, das EBIT hingegen um fünf Prozent sinken. Im Geschäftsjahr 2011/12 lag dieses noch bei 223 Millionen Euro.

MVV-Zentrale in Mannheim (MVV)