CCS
29.08.2016

Klimaschutzplan 2050: CO2 Speicherung relevant

Foto: LJ. Hardin, J. Payne, Jarl Arntz, Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Schematische Darstellung natürlicher und industrieller CCS-Techniken.

Die umstrittene unterirdische CO2-Einlagerung wird für die Bundesregierung wieder interessant.

Am Ende aller Energiefragen steht das Speicher-Problem. Wo ist unser Atommüll sicher? Wie machen wir Erneuerbaren-Strom verfügbar für Zeiten, in denen Sonne und Wind nicht liefern? Können wir wieder eingefangenes CO2 aus der Luft speichern, ohne Grundwasser und Atmosphäre zu gefährden?

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Letztere Frage wird von der Bundesregierung derzeit mit einer Art deutlichem „Hoffentlich“ beantwortet. Der aktuelle Entwurf des Klimaschutzplans 2050 enthält laut der Zeitung Die Welt eine deutliche Empfehlung: Industrielle CO2-Emissionen seien demzufolge "wenn sonst nicht vermeidbar, gegebenenfalls langfristig geologisch zu speichern (Carbon Capture and Storage – CCS)".

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Retter fossiler Energiegewinnung

Noch 2012 hat die Regierung ein Gesetz erlassen, dass die Einrichtung von Test-Deponien stark beschränkt und ihre Zulassung ab Ende 2016 verbietet. Das geschah auf öffentlichen Druck. Die Gefahren von Grundwasserbelastung und eventuellem Wiederaustritt des Gases machen CCS unbeliebt, genau wie dessen Möglichkeit, Kohleverstromung und andere Formen fossiler Energiegewinnung am Leben zu erhalten.

Mit Blick auf den Weltklimavertrag von Paris steht die Bundesregierung allerdings nun vor der Aufgabe, ihren Teil zum Begrenzen der Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad beizutragen. Die deutsche Industrie pustet jährlich etwa 80 Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Das lässt sich nach heutigem Kenntnisstand nur mit CCS-Technologien signifikant reduzieren, steht dazu auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums. Derzeit werde geprüft, ob die Antragsfrist für Test-Deponien verlängert werden soll.

Tim Lüdtke
Keywords:
CCS | CO2 | Speicher | Deponie | Klimaschutzplan 2050
Ressorts:

Kommentare

CCS ist unsicher. auf lange sicht sowieso. man kann doch nicht ein problem lösen indem ein neues problem schafft!

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