Internationale Presseschau
30.07.2013

Klimawandel bedroht Küstenstädte in den USA

depositphotos; Maciej Maksymowicz

In den USA sind Städte wie Boston, Miami oder New York stärker vom steigenden Meeresspiegel bedroht als bisher angenommen, sagen Wissenschaftler. Für manchen Ort kommt bereits jetzt schon jede Reduzierung von Treibhausgasen zu spät.

1.700 Orte entlang der US-Küste werden vom steigenden Meeresspiegel stärker bedroht als bisher gedacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die jetzt das US-Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlichte und die dem Londoner Guardian vorliegt. „Selbst wenn wir die Emissionen morgen in Sekundenschnelle zum Stehen bringen, werden Fort Lauderdale, Miami Gardens, Hoboken und New Jersey künftig unter dem Meeresspiegel liegen“, warnt Benjamin Strauss, Autor der Studie. Denn der positive Effekt einer schlagartigen Emissionssenkung würde sich erst sehr langsam auf die Klimaerwärmung auswirken. Die Zeitpunkte, an denen die Städte unter Wasser stehen werden, nennt die Studie aber nicht. 

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Nur 1.000 der 1.700 gefährdeten Orte seien laut Wissenschaftler mit einer massiven Treibhausgaspolitik überhaupt noch vor einem Absinken unter den Meeresspiegel zu retten. Nötig dafür wären jedoch deutlich drastischere Maßnahmen, als bisher von Barack Obama oder anderen Staatslenkern angepeilt. 

In einer früheren Untersuchung fand der Klimatologe Anders Levermann heraus, dass ein Anstieg der durchschnittlichen Temperatur in der Atmosphäre um ein Grad Celcius den Meeresspiegel um 2,3 Meter steigen lässt. Grund dafür ist die Eisschmelze an Nord- und Südpol, die längst schon in vollem Gange ist. Der Wissenschaftler Strauss sieht für viele Orte deswegen nur noch eine Chance: der Bau eines massiven Systems an Deichen und Dämmen.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Internationalen Presseschau.

 

Redaktion
Keywords:
Klimawandel | Treibhausgasemission | CO2 | USA | Benjamin Strauss | Climate Central | Barack Obama
Ressorts:
Governance | Technology

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