Kernenergie
14.10.2015

Kommission soll Finanzierung von Atomrückbau überprüfen

foto: deposit

Bundeskabinett bringt außerdem Gesetz zur Nachhaftung für Rückbau- und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich auf den Weg.

 

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Eine Kommission überprüft ab sofort die Finanzierung des für spätestens 2022 geplanten Atomausstiegs. Das hat das Bundeskabinett in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch beschlossen. Bis Ende 2016 soll die Kommission eine Empfehlung vorlegen.

Berücksichtigen soll die Kommission die Ergebnisse des am 10. Oktober veröffentlichten Gutachtens über die Kosten für den Rückbau und die Entsorgung von bestrahlten Brennelementen und radioaktivem Müll. Das Beratungshaus Warth & Klein Grant Thornton hatte darin die Kosten zwischen 29 und 77 Milliarden Euro beziffert. 

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bewertete die im Stresstest zu Grunde gelegten Rückstellungen von Eon, RWE, EnBW, Vattenfall Deutschland und den Stadtwerke München in Höhe von 38,2 Milliarden Euro als ausreichend. „Die Szenerien mit den hohen Rückstellungswerten halten wir für unwahrscheinlich, da sie langfristig höhere wirtschaftliche Verluste unterstellen", sagte Gabriel. 

Das Kabinett brachte außerdem das Gesetz zur Nachhaftung der Betreiber von Kernkraftwerken auf den Weg. Damit soll verhindert werden, dass die Betreiber die Kosten durch Abspaltungen auslagern.

 
Jana Kugoth
Keywords:
Atomausstieg | Atomenergie | Bundeskabinett | Kommission | Sigmar Gabriel | Atomendlager | Rückbau | Energieversorger | Eon | EnBW | RWE | Vattenfall | Stadtwerke München
Ressorts:
Governance

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