Dem größten Flüssiggas-Exporteur Katar droht in den kommenden Jahren gewaltige Konkurrenz, wie die Washington Post berichtet. So möchte zum Beispiel Australien bis 2018 seine Ausfuhr-Kapazitäten auf 85 Millionen Tonnen mehr als verdreifachen. Australien würde damit an Katar vorbeiziehen. 

In den USA wollen Unternehmen wie Cheniere Energy, Conoco-Phillips, Dominion Resources oder Sempra Energy ebenfalls Exportanlagen für Flüssiggas bauen. Insgesamt 37 Projekte haben sich dabei laut dem US-Magazin um eine Export-Genehmigung des Energieministeriums beworben. Länder wie Kanada, Russland, Tansania und Mosambik planen zudem LNG-Export-Terminals.

Das zunehmende Angebot wirkt sich auch auf den Preis für Flüssiggas aus. Bis 2016 könnte der Preis auf dem Spotmarkt in Nordost-Asien auf etwa zwölf Dollar pro Million British thermal units (mmBtu) fallen, sagt Trevor Sikorski, Analyst des Londoner Beratungsunternehmens Energy Aspects. Katar lieferte 2012 rund 63 Prozent seiner LNG-Exporte in diese Region. Laut New Yorker Energy Intelligence Group erzielte der Spotmarkt-Preis in Ostasien im Februar noch einen Rekordwert von 19,70 Dollar pro mmBtu.

Die Ausfuhr von Erdgas von der weltweit größten Exportanlage Ras Laffan machte Katar zu einem der reichsten Länder der Welt. Nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds lag das Pro-Kopf-Einkommen im vergangenen Jahr bei über 100.000 Dollar, in Deutschland lag es im Vergleich dazu bei unter 40.000 Dollar.

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Erdgas gibt es in Katar auch für die eigenen Kraftwerke reichlich (depositphotos)