EU-Kommission
05.12.2013

Kostenlose CO2-Zertifikate für Bulgarien

Depositphotos, thebackground

Bulgarien darf mit Erlaubnis der EU Kohlenstoffdioxid-Zertifikate im Wert von 945 Millionen Euro an seine Energieversorger verteilen. Das eingesparte Geld sollen diese in eine saubere Energieversorgung investieren.

Für die Modernisierung ihres Stromsektors darf die bulgarische Regierung mit Unterstützung der EU-Kommission 54 Millionen kostenlose CO2-Zertifikate im Wert von 945 Millionen Euro verteilen. Bulgarien ist nicht das erste Land, das von dieser Regelung profitiert – unter anderem erhalten Polen, Rumänien und Tschechien kostenlosen Zertifikate.

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Die Energieversorger verpflichten sich dafür in einem Abkommen mit der bulgarischen Regierung, einige ineffiziente Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen und den Anteil emissionsarmer Gaskraftwerke sowie der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Darüber hinaus sollen die Versorger den Gegenwert ungenutzter Zertifikate an einen speziellen Fonds überweisen, mit dem etwa die Modernisierung der Strom- und Gasnetze finanziert wird. „Die Maßnahme trägt durch die Verringerung der Treibhausgasemissionen zur Erreichung der Ziele von ‚Europa 2020‘ bei“, sagt Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia.

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Marktführer verliert an Bedeutung

Der bulgarische Marktführer, Bulgarian Energy Holding, soll im Zuge der Pläne laut EU-Kommission über zehn Prozent seiner Marktanteile einbüßen. Im Jahr 2020 beherrscht die Holding dann aber immer noch 52,8 Prozent des Energiesektors. 

Dörte Thyes
Keywords:
EU-Komission | Joaquín Almunia | Bulgarian Energy Holding | CO2-Zertifikate
Ressorts:
Governance | Markets

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