E-Mobilität
16.04.2014

Ladenetz für E-Autos wächst langsam

Vattenfall

In Deutschland stockt der Zubau der öffentlichen Ladepunkte für E-Autos. Nur rund 600 sind laut Branchenverband im vergangenen Jahr dazugekommen. Indes ist das Europäische Parlament von den ambitionierten Zubauplänen bis 2020 abgerückt. Aus den 4.500 Ladepunkten Ende 2013 hätten bis dahin 150.000 werden sollen.

Im Dezember 2013 fuhren insgesamt 13.548 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf den Straßen. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte für E-Autos stieg zwischen den Jahresenden 2012 und 2013 nach Zahlen des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) um über 600 auf 4.454 Säulen. Das ist ein Zuwachs von 17 Prozent – im Vergleich zu den vergangenen Jahren habe sich laut BDEW damit der Zubau erkennbar verlangsamt. 

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„In anderen Ländern erfolgt momentan ein weitaus schnellerer Aufbau von öffentlichen Ladesäulen“, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Deutschland brauche für einen effizienten und bedarfsgerechten Aufbau ein schlüssiges Finanzierungskonzept – die Energiebranche allein könne den Aufbau der Infrastruktur nicht mehr schultern. 

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Der BDEW hat die Zahlen anlässlich der Abstimmung am Dienstag im Europäischen Parlament über die Richtlinie zum Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFI-Richtlinie) vorgestellt. Dabei ist die EU von den starren Vorgaben von 150.000 öffentlichen Ladepunkten bis 2020 für Deutschland abgerückt. Es soll aber an jeder öffentlichen Ladestation ein Laden ohne zusätzlichen Vertragsabschluss möglich sein. Das EU-Parlament hat sich jetzt auf einen europaweiten Standard für Ladestecker geeinigt. 

 
Daniel Seeger
Keywords:
E-Mobilität | BDEW | E-Auto
Ressorts:
Technology | Markets

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