Leichtbauteile aus modernen Polymeren oder aus Carbonfasern spielen für die Automobilbranche eine immer größere Rolle. So besteht die Fahrgastzelle des jüngst in Serie gegangenen Elektroautos BMW i3 ausschließlich aus carbonfaserverstärktem Kunststoff. Das Material stammt aus dem Joint Venture des Autobauers mit dem Werkstoffspezialisten SGL Carbon.

Die Unternehmensberatung Berylls geht davon aus, dass die Nachfrage nach Leichtbauteilen bis 2025 um rund 15 Prozent pro Jahr wachsen wird. Den Zulieferern, allen voran Unternehmen der Chemiebranche wie Bayer oder Lanxess, winken satte Umsätze. Nach der Einschätzung der Berylls-Analysten wird sich das weltweite Marktvolumen in den kommenden zehn Jahren auf über 100 Milliarden Euro verfünffachen. Rund ein Drittel der Nachfrage kommt in den kommenden Jahren aus China, aber auch in Nordamerika wächst der Bedarf.

Bayer und Co im Rennen

Die Chemiebranche in Deutschland hat sich auf den Trend eingestellt. Die Bayer-Tochter Lanxess übernahm erst im vergangenen Jahr den Leichtbauspezialisten Bond Laminates. „Chemiewerkstoffe sind der Schlüssel, um Autos leichter, sparsamer und effizienter zu machen“, frohlockt Werner Breuers, Vorstand des Spezialchemie-Konzerns Lanxess. Das Unternehmen will in den kommenden Jahren 125 Millionen Euro in die Produktion von Leichtbauwerkstoffen investieren. 

Auch Konkurrent Evonik ist aktiv. Anfang September gründeten die Essener ein Joint Venture mit Secar Technologie aus Österreich. Beide Unternehmen wollen gemeinsam Faserverbundbauteile für die Automobil- und Luftfahrtindustrie fertigen. 

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(Foto: BMW )