200 Millionen Euro jährlich können deutsche Kommunen sparen, wenn sie ihre Straßenlaternen mit der LED-Technik ausstatten. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Trianel-Studie, dem „Projekt LED-Straßenbeleuchtung“. Die Untersuchung analysierte das Optimierungspotenzial in 17 Städten und Gemeinden.

„Die teilnehmenden Stadtwerke betreiben 230.000 Straßenlaternen – im Fachjargon Lichtpunkte“, erläutert Alexander Klötzel, Projektentwickler Energieeffizienz bei Trianel. „Im Zentrum unseres Projekts stehen die technischen Anforderungen für den Einsatz von LED-Leuchten.“  

Insgesamt fallen für jede konventionelle Straßenlaterne Energie-, Wartungs- und Instandhaltungskosten zwischen 60 und 90 Euro an. Bei deutschlandweit rund acht Millionen Lichtpunkten sind das Betriebskosten von bis zu 720 Millionen Euro für die Kommunen. 

In einer zweiten Projektphase soll nun ermittelt werden, was der Umbau des Beleuchtungssystems kostet. „Teilweise reicht es, einen neuen Kopf auf die vorhandene Straßenlaterne zu installieren, teilweise muss der komplette Lichtpunkt ausgetauscht werden“, sagt Trianel-Sprecher Elmar Thyen. Drei bis fünf Jahre würde es dauern, bis sich der Umbau rechnet. 

Auch die Anschaffungskosten der LED-Technik dürfte dabei eine Rolle spielen. „Heute sind LED Lampen noch signifikant teurer als etwa Energiesparlampen“, erklärt Arnold Rofner gegenüber BIZZ energy today. „Wir beobachten aber einen Preisrückgang von rund 30 Prozent pro Jahr.“ Bis spätestens 2016 müsste sich demnach ein vergleichbares Niveau zu Energiesparlampen beim Anschaffungspreis einstellen. 

 
(Andreas Dengs / pixelio)