Der in Frankfurt ansässige Versorger Mainova hat eine acht Megawatt starke Power-to-Heat-Anlage in Betrieb genommen. Sie wandelt künftig im Heizkraftwerk Niederrad überschüssigen Ökostrom in Fernwärme um. Ein überdimensionaler Durchlauferhitzer erhitzt Wasser, das über das Fernwärmenetz den Frankfurter Flughafen speisen soll. Etwa ein Drittel des Wärmebedarfs am Flughafen könne die rund 1,2 Millionen Euro teure Anlage decken, so das Unternehmen.

Die Technik eigne sich sehr gut für den Einsatz im urbanen Umfeld, findet Mainovas Vorstandsvorsitzender Constantin H. Alsheimer.

Wie andere Energiespeicher auch, soll die Power-to-Heat-Anlage vor allem bei einem Energieüberangebot im Stromnetz zum Einsatz kommen. Unvermeidliche Schwankungen bei der Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser können die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit gefährden.

Strom von vier großen Windrädern könnte laut Mainova in Niederrad verwertet werden. Da für die erzeugte Wärme keine Fossilen verbrannt würden, spare die Anlage zudem umweltschädliches CO2 ein.

Der Startknopf wurde in Niederrad gemeinschaftlich gedrückt. Von links: Constantin H. Alsheimer, Mainova-Vorstandsvorsitzender, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Mainova-Technikvorstand Prof. Peter Birkner. (Mainova)