„Im Allgemeinen regt Wettbewerb das Geschäft an, somit begrüßen wir es, dass jetzt mehr Modelle auf dem Markt verfügbar sind. Aber ich denke, dass der Markt der rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge sich nur sehr langsam entwickeln wird. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Infrastruktur noch einige Herausforderungen zu bewältigen hat. Für Anwendungen in urbanen Bereichen sind Elektrofahrzeuge schon jetzt eine vielversprechende emissionsfreie Alternative.

Kaufanreize sind natürlich auch sehr wichtig, sollten aber begrenzt sein. So könnten zum Beispiel Sonderabschreibungen für Flottenkunden zusätzlich zur bereits vereinbarten Steuerbefreiung eine Hilfe sein. Aber Kaufanreize sollten vorsichtig betrachtet werden. Hohe Kaufanreize können zu einem künstlich erzeugten Markt führen, der nach Wegfall dieser Anreize wieder geschwächt werden kann. Zudem helfen diese nicht, die Herstellungs- und Infrastrukturkosten zu reduzieren, welche die Grundlage für nachhaltige Marktentwicklung darstellen.“

Roland Krüger ist Leiter Entwicklung elektrischer Antriebsstrang bei der Ford Werke GmbH in Köln.

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(Foto: Ford)