Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erhöht zum 1. Juli 2012 die Zuschüsse für die Energieberatung in Wohngebäuden. Ein- bis Zweifamilienhäuser werden künftig in der so genannten „Vor-Ort-Beratung“ mit einem Zuschuss bis zu 400 Euro, Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten mit maximal 500 Euro gefördert – sofern der Bauantrag der Gebäude vor dem 31. Dezember 1994 gestellt wurde. Stromeinsparberatungen können darüber hinaus mit 50 Euro, thermografische Untersuchungen mit bis zu 100 Euro unterstützt werden.

„Mit höheren Zuschüssen für eine qualifizierte Energieberatung geben wir Eigentümern zusätzliche Anreize für die Wohngebäudesanierung“, erklärt dazu der Wirtschaftsminister. Dies sei ein weiterer Schritt zur Realisierung eines weitgehend klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050.

Der Minister möchte dafür auch die Qualität der Beratung erhöhen. So müssen die in der Energie-Effizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes eingetragen Berater regelmäßig Fortbildungen nachweisen. Die Berater sollen nach jeder Gebäudeanalyse ein individuelles Sanierungskonzept entwickeln. Mit einem entsprechenden Maßnahmenplan könne dann der Eigentümer unterstützt werden, in Einzelschritten den Standard eines energiesparenden Effizienzhauses zu erreichen. Das Programm gilt für Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Die Gesetzgebung zur Gebäudesanierung ziehe sich allerdings seit über einem Jahr hin, eine Einigung sei nicht in Sicht und gleiche „einem Trauerspiel“, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Branchenverbandes BDEW, heute vor Journalisten in Berlin. Nach BDEW-Informationen werden die Bundesländer im morgigen Vermittlungsausschuss zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung nicht zustimmen.

Gewusst wie: Energieeffizienz durch die Montage einer Solaranlage (Uwe Steinbrich, Pixelio)