Regulierung
09.11.2012

Mehr Licht im Energiehandel

Thorben Wengert / pixelio

Eine neue Transparenzstelle soll künftig mehr Offenheit in den Strom- und Gashandels bringen. Der Opposition geht das nun beschlossene Gesetz jedoch nicht weit genug.

Energieverbraucher und Autofahrer erhalten bald einen größeren Durchblick. Eine neue Markttransparenzstelle soll noch in diesem Jahr die Preise für Strom, Gas und Autosprit offen legen, beschloss nun der Bundestag. Großhandelspreise für Strom und Gas werden von der Transparenzstelle beispielsweise der Bundesnetzagentur oder dem Kartellamt zugänglich gemacht. Ein Ziel: Insiderhandel und Marktmanipulation zu erkennen und zu sanktionieren.

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„Die Markttransparenzstelle erhält die notwendigen Instrumente, um Daten zu erheben, Verstöße zu untersuchen und entsprechend zu ahnden“, erklärt Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU.

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Kritik kommt aus der Opposition. Denn die Verbraucher profitieren von der Transparenz für die Verbraucher nur alle paar Jahre, wenn die Zahlen in einem Bericht veröffentlicht werden. „Das ist eine Transparenzstelle ohne Transparenz.“, ärgert sich Oliver Krischer, energiepolitischer Sprecher der Grünen. Trotzdem hatte seine Fraktion im Bundestag nicht gegen den Gesetzesentwurf gestimmt, schließlich sei die Einführung einer solchen Stelle grundsätzlich richtig.

Eine deutliche Verbesserung bietet die Transparenzstelle für die Autofahrer. Diese können sich künftig etwa über Smartphones auf privaten Vergleichsportalen über die Echtzeit-Spritpreise in ihrer Umgebung direkt informieren. „Unserem Ziel, den Wettbewerb und die Verbraucherinteressen auf den Kraftstoffmärkten zu stärken, kommen wir damit ein gutes Stück näher“, sagt CDU-Mann Pfeiffer. Auch Preisabsprachen sollen damit verhindert werden. Die Großhandelspreise bleiben dabei allerdings das Betriebsgeheimnis der Konzerne. 

 

 

 

 

Daniel Seeger
Keywords:
Strommarkt | Gasmarkt | Kraftstoffe
Ressorts:
Governance | Markets

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