Wenn es darum geht, für Energiespar-Maßnahmen Geld in die Hand zu nehmen, zögern viele Gebäudebesitzer. Das zeigt die Analyse des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts Effin (Finanzforum Energieeffizienz in Gebäude), das vom Umweltverband WWF und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) heute in Berlin vorgestellt wurde. 

Laut WWF und DENEFF wären in der Theorie Investitionen von 66 Milliarden Euro möglich. Ziel des Projekts sei es gewesen, „einen Henkel an die Tüte zu kleben, um sie mitnehmen zu können“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und DENEFF-Chef Carsten Müller. Um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen, entwickelte Effin Leitfäden und Modelle für die drei Segmente Gebäudeindustrie: Eigenheime, Wohnungswirtschaft und öffentlicher Sektor.

Ein Hindernis für private Hausbesitzer seien fehlende steuerliche Anreize sagte Jan Pohlschmidt von der LBS West. Die waren zwar von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Aussicht gestellt worden, zuletzt aber im Bundesrat gescheitert. 

In der Wohnungswirtschaft sei die "Intransparenz von Effizienzpotenzialen" der Hemmschuh, so ein zweites Ergebnis der Analyse. 

Im öffentlichen Sektor stünden vor allem klamme Kommunen vor der Finanzierungsfrage. Die seien meist noch nicht mal KfW-förderungswürdig. Ein Ausweg sei laut Effin beispielsweise, Geldgeber über eine Crowdfunding-Plattform zu suchen.

(foto: deposit)