Internationale Presseschau
14.05.2013

Mehr Rettungsteams für die Arktis

depositphotos, viledevil

Die Eisschmelze erhöht künftig den Betrieb in der Arktis. Dadurch wächst auch die Gefahr von Ölkatastrophen oder Schiffsunglücken. Kanadische Forscher fordern von den Anrainerstaaten einen zügigen Ausbau des Rettungswesens.

Die Forscher des kanadischen Munk-Gordon Arctic Security Program warnen in einem Bericht vor den Folgen einer zunehmenden Nutzbarmachung der Arktis. „Es ist essentiell, dass die Nordländer ihre Reaktionsfähigkeit bei Schiffsunfällen in den neu freigewordenen Gewässern stärken“, warnt der Bericht, den die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. 

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Immer mehr Förderkonzerne drängen darauf, in der Region neue Öl- und Gasfelder zu erschließen. Experten rechnen mit riesigen Vorkommen, die mit der Eisschmelze zugänglich werden. Auf einem Außenministertreffen in Schweden wollen die arktischen Länder deswegen an diesem Mittwoch unter anderem über Prävention und Umgang mit Ölkatastrophen beraten. 

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Erst vor wenigen Monaten havarierte vor der Küste Alaskas die Ölbohrinsel „Kulluk“ des britisch-niederländischen Konzerns Shell. Der Unfall verlief zwar glimpflich, brachte aber Umweltschützer auf die Barrikaden. Wegen der enormen Risiken für die sensible Natur fordern die Aktivisten schon lange ein Förderungsverbot für die Arktis und ihre Umgebung.

Die kanadischen Forscher warnen in ihrem Bericht außerdem vor einer zunehmenden Gefahr für Schiffe. Denn wegen der Eisschmelze nimmt in der wenig erschlossenen Polarregion die Schifffahrt zu. Wegen der großen Distanzen sollten Schiffe in der Arktis auf keine schnelle Unterstützung rechnen, warnt Ole Bjerkemo von der norwegischen Küstenbehörde. „Sie müssen darauf vorbereitet sein, die Situation in der ersten Phase selbst zu händeln.“ 

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Redaktion
Keywords:
Arktis | Kulluk | Öl- und Gasförderung
Ressorts:
Governance | Community

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