In Japan sind im ersten Halbjahr 2012 deutlich mehr Solarmodule verkauft worden. Insgesamt gingen Module mit 445 Megawatt installierter Leistung an den Mann – ein Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das verkündete der japanische Solarverband (Japan Photovoltaic Energy Association).

Der Anstieg von Solarenergie wird seit Mitte des Jahres auch politisch vorangetrieben. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima möchte das Land langfristig den Anteil von nuklearem Strom ersetzen. Dabei setzt die japanische Regierung auf Ökostrom: Seit dem 1. Juli 2012 werden neue Solaranlagen mit umgerechnet rund 42 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Einspeisevergütung ist am deutschen EEG orientiert. Besitzer von PV-Anlagen erhalten auf 20 Jahre eine garantierte Zahlung. Die Kosten werden dann auf die Stromkunden umgelegt.