Der Chemieriese Merck veröffentlichte am Mittwoch die Zahlen für das dritte Quartal. Die Gesamterlöse nahmen von Juli bis September um 3,1 Prozent ab und lagen bei 2,8 Milliarden Euro. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen ungünstige Wechselkurse. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte im vergangen Quartal um zehn Prozent auf 831 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Den Grund für das starke Wachstum sieht der Vorstandsvorsitzende Karl-Ludwig Kley im harten Sparkurs des Unternehmens, der auch einen Stellenabbau bis 2015 vorsieht. „Merck ist bereits jetzt stärker und profitabler als zu Beginn unseres Veränderungsprozesses vor einigen Jahren“, sagte Kley. Nach diesem positiven Ergebnis erhöht der Vorstand die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr leicht auf 3,2 bis 3,25 Milliarden Euro. 

Von den vier Bereichen des Konzerns, Merck Serono, Consumer Health, Merck Millipore und Performance Materials, konnte nur letzterer kein Plus beim EBITDA vor Sondereinflüssen verzeichnen. Das operative Ergebnis bei den Performance Materials blieb mit 196,8 Millionen Euro im dritten Quartal 2013 auf Vorjahresniveau, das 197,3 Millionen Euro betrug. Zu diesem Bereich gehört auch die Entwicklung von neuen Materialien für Solarzellen. 

Neue Forschungsgemeinschaft für die organische Photovoltaik

Erst am Dienstag gab das Unternehmen ein neues Konsortium zur Erforschung der organischen Photovoltaik bekannt. Dem Konsortium gehören unter anderem auch das Karlsruher Institut für Technologie, der Industriekonzern Siemens und das Solarunternehmen Belectric an. Dem Projekt stehen in den nächsten drei Jahren 16 Millionen Euro zur Verfügung, davon sind 8,2 Millionen Euro Fördergelder des Bundesforschungsministeriums.

Eines der vielen Beschäftigungsfelder von Merck: Die Herstellung besserer Materialien für Farbstoffsensibilisierte Solarzellen (© Merck KGaA, Darmstadt Germany)