Strompreis
06.08.2014

Milliarden-Entlastung kommt nicht

Der Bundeswirtschaftsminister stellte Anfang des Jahres eine Milliarde Euro an Entlastungen durch die EEG-Reform in Aussicht. Doch eine neue Studie des Saarbrücker Instituts IZES konstatiert keine nennenswerten Effekte.

Die EEG-Reform erreicht keine direkte Entlastung der Stromkunden, wie sie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Anfang des Jahres in Aussicht gestellt hatte. Dies zeigt eine noch unveröffentlichte Studie im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, die BIZZ energy today vorliegt.

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Die Studie des Instituts für Zukunfts-Energie-Systeme geht zwar davon aus, dass die Umlage im kommenden Jahr erstmals geringfügig sinken könnte. Von derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde auf 5,9 bis 6,0 Cent – also um bestenfalls 0,25 Cent. Dies sei allerdings kein Verdienst der EEG-Reform, sondern die Folge der Berücksichtigung von Effekten der Vorjahre.

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Die grundsätzliche Fortschreibung der Vergütungsstruktur bei Photovoltaik und die leichte Absenkung der Sätze für Windenergie ergäbe nur „marginale“ Ersparnisse hinsichtlich der Vergütungsverpflichtungen von 25 Millionen Euro jährlich. Dazu kämen noch rund 50 Millionen Euro, die aufgrund eines reduzierten Biomasse-Zubaus eingespart würden. Die „Kosten steigen geringer an, sinken aber nicht ab, wie an mancher Stelle suggeriert wurde.“

Bereits 2016 werde die Umlage dann sogar wieder steigen.

Daniel Zugehör
Keywords:
EEG | Sigmar Gabriel | EEG-Umlage | IZES
Ressorts:
Governance

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