Energiewende
17.07.2012

Minister misstrauen bisherigem Fahrplan

Die Zweifel am Fahrplan der 2011 beschlossenen Energiewende nehmen zu. Ausgerechnet die beiden zuständigen Bundesminister befeuern die Debatte um Machbarkeit und ökonomischen Sinn. Der BEE hält dagegen.

In der Bundesregierung nehmen die Zweifel an der Umsetzbarkeit der Energiewende zu. Nach Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hat nun auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den bisherigen Zeitplan in Frage gestellt. Die Zeitachse und die Ziele stünden zwar fest, sagte Rösler der Bild-Zeitung. „Aber wir müssen nachsteuern, wenn Jobs und unsere Wettbewerbsfähigkeit bedroht sein sollten.“

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Nach der beschlossenen Energiewende sei die Frage nach der Bezahlbarkeit von Energie aus den Augen verloren worden, erklärte Altmaier der Bild am Sonntag. „Die Politik muss dafür sorgen, dass die Energiepreise für Bürger und Wirtschaft nicht über das absolut notwendige Maß hinaus steigen.“ Der Minister stellt sich außerdem die Frage, ob der Stromverbrauch bis 2020 wie geplant um zehn Prozent reduziert werden kann. „Wenn wir das noch irgendwie schaffen wollen, bedarf das riesiger Anstrengungen."

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Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverband Erneuerbare Energien, hält dagegen. Das Ziel, den Stromverbrauch um zehn Prozent zu senken, sei nicht so realitätsfern, wie die Bundesregierung derzeit behauptet.„Anstrengungen hat man bei Schwarz-Gelb bislang allerdings nur gesehen, wenn es darum ging, verbindliche Einsparziele zu verhindern“, beklagt Schütz.

Daniel Seeger
Keywords:
Energiepolitik | Peter Altmaier | Energieeffizienz | Energie
Ressorts:
Governance

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