Nach Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, TransnetBW und 50 Hertz ist das Defizit auf dem Umlagekonto seit Jahresbeginn von 2,7 Milliarden auf 450 Millionen Euro gesunken. Von dem Konto vergüten die Netzbetreiber die Besitzer von Wind-, Solar- oder Bioenergieanlagen für den eingespeisten Strom. Das Geld stammt aus der Umlage nach Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Verbraucher über ihre Stromrechnung zahlen. 

Weil die Ausgaben für die EEG-Vergütung die Einnahmen aus der Umlage deutlich überstiegen, war das Konto im Jahr 2012 mit 2,7 Milliarden Euro ins Minus gerutscht. Die Umlage wurde daraufhin zum 1. Januar um 1,7 Cent auf 5,3 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde angehoben.

Erhöhte Umlage

Auf dem EEG-Konto macht sich die erhöhte Umlage bemerkbar: Die Einnahmen stiegen in den ersten drei Monaten auf zuletzt 4,75 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es rund eine Millarde Euro weniger.

Ob die erhöhte Umlage ausreicht, um das EEG-Konto im laufenden Jahr auszugleichen, ist allerdings noch nicht absehbar. Dies hängt davon ab, wie sich die Zahlungen an die Anlagenbetreiber entwickeln. In den ersten drei Monaten lagen diese mit knapp 1,6 Milliarden fast 50 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Weitere knapp 1,4 Milliarden Euro erhielten Betreiber, die ihren Strom direkt vermakten seit Jahresbeginn als Prämie.

Allerdings waren gerade der Januar und der Februar des laufenden Jahres sehr sonnenarm, so dass Solaranlagen weniger Strom produzierten. Auch im vergangenen Jahr stiegen die Vergütungen für Solar- und Windenergieanlagen in den Frühjahrs- und Sommermonaten deutlich an, so dass das EEG-Konto zum Jahresende deutlich ins Minus geriet. 

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