Der japanische Industriekonzern Mitsubishi will im September den Grundstein für das 181 Millionen US-Dollar-Projekt (20 Milliarden Yuan) in der windreichen Region legen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Konzernmitteilung. Im Jahr 2019 soll der 66-Megawatt-Park erstmals Strom ins Netz einspeisen. Dafür sollen 22 Turbinen mit je 3 Megawatt in der Präfektur Akita auf der Hauptinsel Honshū aufgestellt werden. 

Mitsubishi hält nach eigenen Angaben einen 44-Prozent-Anteil an dem Projekt. Der Windprojektierer Venti Japan übernimmt 51 Prozent, 5 Prozent gehen an C-Tech, ein Tochterunternehmen des japanischen Versorgers Chubu Electric Power. Abnehmen wird den Strom der japanische Energieversorger Tohoku Electric Power.

 

Von Solar zu Wind

Mit dem neuen Projekt wechselt der Konzern in seinem Erneuerbaren-Geschäft seine Strategie. Bislang hat Mitsubishi in Japan vor allem Solarparks gebaut und betreibt dort derzeit sieben solcher Megaparks, zwei weitere sind in Planung. Seitdem die japanische Regierung die Förderung für Solarenergie gekürzt hat, konzentriert sich das Unternehmen auf das Windgeschäft und die Geothermie. Laut japanischem Nachrichtendienst Asian Nikkei erstellt das Unternehmen derzeit ein Gutachten für den Bau einer Geothermie-Anlage in der Präfektur Kumamoto.

Im Ausland hat Mitsubishi bereits Erfahrung im Windgeschäft gesammelt und in den Jahren 2013 und 2015 Anteile an Offshore-Projekten in den Niederlanden und Portugal erworben. Ein Tochterkonzern betreibt außerdem einen US-Park. 

Mitsubishi setzt in Japan auf Windkraft. (Foto: Wikiepdia/Harvey McDaniel)