Nach Plänen von  Agora Energiewende soll Deutschland innerhalb der kommenden 25 Jahre vollständig aus der Kohle aussteigen. Der Think Tank fordert einen schrittweisen „Ausstieg aus der Kohleverstromung beginnend 2018 mit dem Enddatum 2040“, heißt es dem am heutigen Montag veröffentlichten Papier.

Der Elf-Punkte-Plan sieht vor, ab 2018 zunächst Kohlekraftwerke mit maximal drei Gigawatt Leistung pro Jahr stillzulegen. Das entspricht etwa drei bis vier großen Kraftwerken. „Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sollte 2040 das letzte Kohlekraftwerk vom Markt gehen“, sagte Agora Energiewende-Direktor Patrick Graichen. Außerdem dürften keine neuen Braunkohletagebaue mehr aufgeschlossen werden.

 „Wir schlagen der Bundesregierung vor, zeitnah einen ,Runden Tisch Nationaler Kohlekonsens‘ einzuberufen“, ergänzt Graichen.

 Für die Rekultivierung der Braunkohleabbaugebiete in Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen empfiehlt die Denkfarbik die Einrichtung eines Fonds ab 2018. Dieser soll die bisherigen Rückstellungen zur Wiederherstellung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen in den Konzernbilanzen von Vattenfall und RWE ersetzen. Stattdessen soll eine Abgabe von rund 2,50 Euro pro Megawattstunde Braunkohlestrom in den Fonds fließen.

 Das Konzeptpapier „Elf Eckpunkte für einen Kohlekonsens: Konzept zur schrittweisen Dekarbonisierung des deutschen Stromsektors“ soll am kommenden Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden.